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Ich bin entsetzt.
Wir schauen nichtsahnend die Nachrichten im BR Fernsehen und sehen die Schule
unserer Jule, wie verzweifelt Schnee vom Dach geschaufelt wird. Während
man die schaufelnden Helfer auf dem Dach sieht, kann man auch die Schüler
direkt unter dem kritischen Dach in der Schulküche sehen.
Die Küche wurde dann wegen Einsturzgefahr schon geräumt.
Ja.
Aber ich kanns nicht verstehen.
Momentan dürcken 240 kg pro qm auf dieses Dach. 100 kg zuviel.
Den Kindern wurde morgens in der Schule gesagt, dass sie eigentlich frei hätten,
wegen der Gefahr, aber die Meldung zu spät aus der Schule ging. Also wurden
die Kinder nicht mehr nach Hause geschickt.
Ich kanns nicht verstehn, bin sauer.
Es ist doch erst wenige Wochen her, das Unglück im Nachbarlandkreis, in
Bad Reichenhall.
Als Eltern ist man wirklich ahnungslos.
Wenn ich das gewußt hätte, wär mir meine Jule heut nicht in
die Schule gekommen.
::kommentar::
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Montag, 27. Februar 2006 |
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Mein Gott, wie die Zeit vergeht...
Ein blöder Spruch, aber die letzten Tagen doch immer wieder im
Kopf.
Bei unserem Besuch dieser Tage war ein Mädchen dabei, eigentlich
eine Frau.
Jetzt 20 jährig. Das Mädel und mein Großer sind zusammen
aufgewachsen.
Wir waren alleinerziehende Mütter und waren froh, uns gegenseitig
für die Kinder zu haben. Jede von uns Mütter ging in die
Arbeit, wir mußten arbeiten. Somit wuchsen die Kinder
fast wie Geschwister auf. Auch die Urlaube verbrachten wir oft zusammen.
So eine Gemeinschaft hat schon was.
Und dieses "Etwas" hält ein Leben lang an. Und das ist
mir die letzten Tage wieder ganz bewußt geworden. Dieses "Etwas"
ist sehr wertvoll.
Zurück zu diesem Mädchen...
Ich hab sie einige Jahre nicht gesehen. Sie war lange Zeit in Amerika.
Ich hätte mir nie gedacht, dass Verbindungen und Erinnerungen
so lange anhalten... auch bei Kindern. Erinnerungen die jetzt zu Erwachsenengepräche
werden. Freude über die damalige Zeit. Geschichten erzählen
und lachen über vergangene gemeinsame Erlebnisse.... war eine
schöne Zeit. Auch eine schwere Zeit.
Bin so froh, wieder intensiven Kontakt zu diesen Menschen zu haben.
Diese gemeinsamen Erinnerungen, dieses gemeinsame Erleben.... auch
jetzt reicht oft nur ein Blick, eine Geste... Worte sind oft nicht
erforderlich.
Es ist immer noch da... dieses gegenseitige Akzeptieren einander, diese
Toleranz. Keiner muss sich rechtfertigen. Gegenseitige Bewunderderung
über das Leben, über seinen Idealismus... Freundschaft eben.
Mein Gott, wie
die Zeit vergeht... und mein Gott, ist es schön, diese heranwachsenden
Kinder zu sehen.... wie sie erwachsen werden. Wie diese Kinder und
meine jetzt schon mit ihren gemeinsamen Erinnerungen so schön
umgehen können.
Das beruhigt.
::kommentar:: |
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