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Leid und Glück...
liegen so nah beieinander. Es gibt Momente, an denen man so dankbar ist, wenn das Leid
wieder weniger wird. Ich bin kein überaus christlicher Mensch. Vielleicht liegt
es daran, daß ich schon sehr oft mit meinem Schicksal gehadert habe und oftmals
kein Ende in Sicht war. Die Kirche selbst als Institution war mir wirklich keine Hilfe,
eher Enttäuschung. Aber die innere Einstellung hat mir geholfen.Ich seh mich dann
mehr als Mensch mit christlichen Gedanken. Darum werd ich jetzt auch nicht den "Raum"
Kirche suchen, mir reichen meine Gedanken.
Entsetzlich ist die Hilflosigkeit. Das nichts Tun können. Das Leid abzuwarten
und zu hoffen, daß alles gut wird, Glück haben. Es hilft wirlich nur die
Hoffnung und die positiven Gedanken.
Mein Menschenbild kommt mal wieder ins wanken. In Ostbayern wird dringenst ein Ausbau
einer Kinderklink benötigt. Der Staat hat mal wieder für solche Ausgaben
kein Geld. So weit ist es schon gekommen, daß sich die Bevölkerung durch
Spenden ihre Klinik selbst bauen will.
Was hab ich mit meinem Kind in dieser Klinik Tage, Monate verbracht. Was hätten
wir gemacht, ohne diese ärztliche HIlfe. Und es ist kein Geld da, kein Geld für
kranke Kinder:
Ich hoffe immer noch, daß unsere Staatsherren einmal zur Einsicht kommen. Mal
mehr an die Menschen denken, wieder Menschen achten und nicht nur an den falschen Stellen
schröpfen.
Die Waage hält sich nicht mehr.
Oder ich träume von der falschen Welt.

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